Brauchen Sie eine Google+ Page?
Montag, 14.11.2011
Seit dem 8. November, 100 Tage nach dem Start von Google+, besteht nun auch für Unternehmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Google trifft bei seinem neuesten Projekt auf extrem hohe Erwartungen der User. Diesen Erwartungsdruck hat sich der Suchmaschinen-Riese durch den sehr langsamen Launch jedoch selbst zuzuschreiben.
Sei´s drum: Enttäuschte Stimmen machen sich nach den ersten Hypemeldungen breit; hatten viele User doch bereits mit einem voll entwickelten „Facebook-Remake“ gerechnet.
Dies ist mitnichten so:
- Google + Pages bieten keine Vanity URLs
- Google + Pages können nicht auf andere Personen übertragen werden
- Es ist nicht mehr als ein Administrator pro Seite einstellbar
- Es können keine individuellen Applikationen eingestellt werden
- u.v.m.
Facebook Gründer Marc Zuckerberg, der bereits in über 600.000 Google + Kreisen hinzugefügt wurde, bezeichnete in einem TV Interview Google als Konkurrenten, der versuche sein eigenes, kleines Facebook zu erschaffen.
Bradley Horowitz, Manager bei Google+ erklärte hingegen, dass man sich bei Google darüber freue, “wenn man von einem Rivalen unterschätzt wird.”
Dabei vergessen die ungeduldigen Social-Media-Freunde, dass es sich bei dem Google Launch um die Beta Phase handelt. Natürlich kann es noch keinen vollen Funktionsumpfang geben und das ist auch gut so. Wir fänden es eher enttäuschend, wenn Google mit einem Facebook-MeToo um die Ecke kommen würde. Lassen wir also Google noch in Ruhe an neuen Funktionen arbeiten – die werden sicher kommen. Wir dürfen uns also auf einen gesunden Konkurrenzkampf freuen wie wir es bereits in unserem Blogartikel vom 04.07. diesen Jahres „Warum Google Facebook schlagen könnte“ thematisiert hatten.
Klar, dass es in solch einer Situation ganz flinke Dienstleister gibt, die Ihnen gerne sofort die Erstellung einer Unternehmensseite verkaufen möchten. Aber brauchen Hotels & Restaurants jetzt schon ein Google+ Profil? Klares nein. Konzentrieren Sie Ihr Social Media Marketing vorerst auf den Kanal, wo sich Ihre Gäste tatsächlich aufhalten: Und das ist bislang auf jeden Fall noch Facebook.
Erst wenn die wichtigsten “Kinderkrankheiten” bei den Unternehmensseiten behoben sind und Ihre Kunden in nennenswerter Zahl zu Google+ wechseln, macht es Sinn, sich zu engagieren. Alles andere macht nur doppelte Arbeit – schließlich muss auch ein Google+ Profil kontinuierlich gepflegt werden. Und das kostet unnötig Geld.
Wenn Sie es selber überprüfen möchten: schauen Sie doch einmal in Ihre Statistiken, wieviele “Gefällt mir” – und “+1″ – Klicks Ihre Homepage generiert…

Lassen Sie ruhig Ihre Dienstleister erst mal Erfahrungen sammeln. Auch creazwo hat eine eigene Google+ Seite und beobachtet die Entwicklungen in der Beta Phase weiter. Sobald es sich wirklich lohnt einzusteigen, informieren wir Sie gerne an dieser Stelle!

Angelika Dirsch


Social Media
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