StudiVZ, Open Social und der Datenschutz
Freitag, 30.10.2009Facebook, Twitter, YouTube und Co. haben sich längst durch offene Programmierschnittstellen wie z.B. Open Social gegenüber anderen Plattformen geöffnet – ein guter Teil des großen Erfolgs und explosionsartigen Verbreitung dieser Social Media Anbieter wird dieser Unternehmenspolitik zugeschrieben.
Ob Gadgets zur Erleichterung der Kommunikation, Spiele oder einfach nur witzige Möglichkeiten sein Profil aufzupeppen; durch die große Entwicklergemeinschaft werden täglich neue und innovative Möglichkeiten geschaffen.
Die VZ Netzwerke, mit studiVZ, meinVZ und schülerVZ, haben sich bisher noch nicht, auch bedingt durch die gegenwärtige Datenschutzdiskussion, einer breiten Entwicklergemeinde geöffnet. Nun soll es Ende des Jahres mit Open Social endlich soweit sein. Nach und nach werden die ersten Einzelheiten veröffentlicht.
So wird – um den im internationalen Vergleich strengen deutschen Datenschutzgesetzen zu entsprechen – eine sogenannte „Visitenkarte“ als zusätzliche Ebene in den VZ-Netzwerken eingeführt, über welche Daten an Drittanbieter und Gadgets ausgeliefert werden. Hierbei können die vom User eingegebenen Daten von den wirklichen Profildaten abweichen. Weiterhin müssen besondere Benutzungsbedingungen beim Installieren von Gadgets akzeptiert werden, um so die Richtlinien des Datenschutzes zu bestätigen.
Ein wichtiger Punkt ist auch, dass Gadgets nur im sogenannten Freundeskreis verbreitet werden können. Der Benutzer hat also die Möglichkeit seine Freunde zur Nutzung eines Gadgets einzuladen. Wenn die Freunde die Einladung annehmen, können beide auf das Gadget zugreifen. Auf einen Benutzer, der die Einladung nicht annimmt, hat das Gadget keinen Zugriff. Die Verbreitung erfolgt über Edelgruppen, die in diesem Fall nicht kostenpflichtig sind. In diese Edelgruppen können Freunde eingeladen werden.
Ob ein Gadget mit Werbung versehen werden darf, ist noch nicht abschließend geklärt. Die genauen Richtlinien werden derzeit noch erarbeitet. Die Entscheidung darüber wird mit Spannung erwartet, denn dies wäre ein innovativer Marketingkanal, der auf vielen internationalen Plattformen längst etabliert und somit ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist.
Übrigens: Auch das Team von creazwo gehört seit einigen Wochen zum offiziellen Entwicklerkreis für Gadgets.

Renate Mitulla


Social Media
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